Geschichte der Großen Straße Flensburg

Im 18.Jh. wurde Flensburg durch den Westindienhandel (Rummonopol) reich. Ein Relikt aus dieser großen Zeit der Stadt ist der Westindienspeicher (Große Straße 24 im Durchgang zur Speicherlinie), gebaut 1791. Er wurde im Jahre 1789 von dem dänischen Geschäftsmann Christiansen errichtet und diente bis 1981 als Speicher und Lagerhaus. Vor allem im 19. Jahrhundert lagerten hier Rohstoffe aus Westindien, die für die Herstellung des Flensburger Rums benötigt wurden. Seit 1981 befinden sich im Westindienspeicher Wohnungen und Büroräume.

An der Großen Straße, der Verlängerung des Holms, liegen zur rechten Hand die vielen kleinen Kaufmannshöfe, die liebevoll restauriert wurden und heute meist kleine Läden und Lokale beherbergen. Die Geschäfte der Großen Straße locken mit besonderer und individueller Mode, Handwerk und Kleinkunst. Der Einzug der Filialisten hat diese schöne Straße in der Mitte von Flensburg verschont.

Der Neptunhof, ein Hinterhof auf der Großen Straße in Flensburg, gehört zu einem der schönsten Hinterhöfe in der Stadt. Der idyllische Ort befindet sich in der Nähe des Nordermarktes, wo man den nach Neptun benannten Brunnen finden kann.

Heute ist der Platz vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt der Flensburger und ihre Besucher.

Der Nordermarkt ist der älteste Marktplatz Flensburgs. Angelegt wurde der Nordermarkt mit St. Marien um 1200 als Marktsiedlung, und zwar unter König Knud VI. Hier konnten auch Schiffe mit größerem Tiefgang, die nicht bis zur Hafenspitze, wo sich die erste Siedlung rund um St. Johannis befand, fahren konnten, anlegen und ihre Waren anlanden.

Zu den sehenswerten Bauten des Marktes zählen die Marienkirche, der Schrangen, der Neptunbrunnen und das Haus Porticus.

Der Schrangen wurde 1595 als Verbindungsbau zwischen der Kirche und dem Marktplatz errichtet. Bäcker und Schlachter nutzten den Platz unter den Arkaden, um ihre Waren zu verkaufen.

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